INNTALER KLANGRAEUME

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Die Gründung von Kloster Reisach geht auf den Direktor der kurfürstlichen Brauereien und den Hofkammerrat Georg von Messerer aus Bad Aibling zurück. Unter nicht ganz ein-fachen Bedingungen konnte dieser zum eigenen Seelenheil die Einsiedelei der Unbeschuh-ten Karmeliten gründen. 1732 fand die Grundsteinlegung von Kirche und Kloster nach Plänen der Gebrüder Gunetzrhainer statt. Ausführende Baumeister waren wiederum die zu den Gunetzrhainers in verwandt-schaftlicher Beziehung steh-enden "Hausstätter" Abraham Millauer und dessen Sohn Philipp, der 43-jährig in Reisach starb. Von ihm stammt der herausragend schöne Turm der Anlage. Während die Kirche bereits 1747 ihre Weihe erhielt, sollte die Fertigstellung der 4 Seitenaltäre von J. B. Straub noch weitere 10 Jahre dauern. Der Verzicht auf Deckenfresken ist in der Askese einer Karmeli-tenkirche begründet. Einzig durch diese architektonische Qualität erhält der Kirchenraum seinen höfischen Charakter. Die vorgegebene Höchstzahl von 7 Altären wird mit den 4 Reliefen von Straub erreicht. Eine originelle Mischform von Ge-mälde und Plastik schlägt hier den neuen stilistischen Ton des Rokoko an. Die Anmutigkeit von Marienfigur und flankierenden Putten im "Skapulieraltar" lassen eine Mitarbeit Ignaz Günthers naheliegend erscheinen. Die farbige Fassung der Altäre von 1872 verstellt leider den Blick auf das ursprüngsprüngliche Aussehen. Ungleich wirkungs-voller wären diese Altäre in der vermutlich nahezu monochromen Fassung des 18. Jahrhunderts.

KLOSTERKIRCHE REISACH

OBERAUDORF

 

Die Wallfahrtskirche Mariae Heimsuchung wurde 1719 von Wolfgang Dientzenhofer erbaut. Über dem halbrunden Chor sitzt ein sechseckig geschindelter Dachreiter mit doppelter Zwiebel. Im Westen ist eine höl-zerne Kanzel der Eingangshalle vorgelagert. Der Stuck mit Akanthusblättern, Palmzwei-gen, Engelsköpfen und Rocaillen ist 1720 von einem nicht bekannten Meister gefertigt worden. Kanzel und Altäre dürfte 1756 Sebastian Rechenauer d. Ä. geschaffen haben. Die Altarblätter sind aus dem 19. Jhd. Die auf einer Prozessionsstange sitzende Plätte ist typisch für die Kirchen des Inntals. Das frische Grün des Stuckmarmors verleiht dem Raum eine heitere Grundstimmung.

WALLFAHRTSKIRCHE HL. BLUT

ROSENHEIM

 

Am Stadtrand von Rosen-heim gelegen kann sie sich mit ihrer schönen oktogo-nalen Brunnenkapelle und ihrem Zwiebelturm nur schwer aus dem Einerlei der Vorstadtarchitektur be-freien. Wenn die Blick-führung im Inneren das Langhaus mit Flachdecke, Hohlkelle, Stuck- und Ge-mäldedekoration von 1948 überwunden hat, kann sie sich im von Gulio Zuccalli mit schweren Kartuschen, Akanthus, Blattwerk und Fruchtgirlanden reich ge-schmückten Chor konzen-trieren. Der Hochaltar stammt wie der Stuck aus den 80-iger Jahren des 17. Jahrhunderts und beher-bergt die wunderbare Gnadenstuhlplastik von 1520, der Entstehungszeit der Kirche, dem Meister von Rabenden nahestehend. Die Deckengemälde im Chor mit Abendmahl und Krönung Mariens sind nicht "al freso", sondern Ölbilder auf Leinwand, gemalt von Johann Vicelli. Von ihm sind die Tafelbilder "Verklärung Christi" und "Abrahams Opfer" in den Blindfenstern des Chores. Die Seiten-altäre von 1764 haben die Altarblätter mit Kreuzab-nahme und unbefleckter Empfängnis von 1615 bzw. 1694. Auch die Kanzel von Sebastian Laufhueber aus den Jahren 1762/63 gehört zur Festlichkeit des Ba-rockinterieurs von Hl. Blut.

WALLFAHRTSKIRCHE KIRCHWALD

NUSSDORF AM INN

 

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