INNTALER KLANGRAEUME

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Der Neubau der Atteler Klosterkirche St. Michael (1713-1715) geht auf die Pläne des Abtes Cajetan Scheyerl aus Weihenstephan zurück. Das großräumige Langhaus ist beidseitig zwischen den Wandpfeilern von kreuzgewölbten Kapellenräumen und darüberliegenden Emporen ge-gliedert. Die geometrischen Ornamentformen des Miesbacher Stucks mit Rosetten, Girlanden und Akanthusranken sind um 1715 entstanden. Der Hochaltar von 1731 ist beherrscht vom einem Altarblatt mit dem Apokalyptischen Weib, einer Kopie des Freisinger Altarblatts von P. P. Rubens, das von den Heiligen Benedikt und Scholastika flankiert wird. Im Auszug ist der flammenschwerttragende Patron Michael plastisch vor einem Strahlenkranz dargestellt. Auch auf dem Schalldeckel der Kanzel erscheint der Erzengel mit der Seelenwaage. Die ehemals am linken vorderen Seitenaltar positionierte Maria Immaculata Ignaz Günthers ist bedauerlicherweise nach Freising abgewandert und mit einer dürftigen zeitgenössischen Variante ersetzt worden.

KLOSTERKIRCHE ST. MICHAEL ATTEL

Attel 36 | 83512 Wasserburg

 

Zwischen 1758 und 1763 entstand in Rott am Inn ein Sakralbau von europäischem Rang. Dem Tiroler Abt Benedikt Lutz ist es zu verdanken, dass für Bau und Ausstattung der Klosterkirche die erstklassigsten Künstler der Zeit gewonnen werden konnten. Allen voran ist hier der Baumeister Johann Michael Fischer zu nennen, bei dem die Fäden der einzelnen Kunstgattungen wohl zusammenliefen und aus Rott die Harmonie eines einzigartigen Gesamtkunstwerkes entstehen ließen. Die für Fischer typische Verschmelzung von Longitudinal- und Zentralbau gepaart mit einer indirekten Lichtführung geben dem Raum seine Klarheit. Die großen weißen Flächen von Pilastern und Gesimsen - den kommenden Klassizismus bereits ankündigend - geben den Ausstattungselementen noch mehr Konzentration. Ignaz Günthers Großplastiken des Hochaltars beschränken sich monochrom auf Weiß und stellen somit den Kontakt zum Raum her. Die gefassten Plastiken Günthers an den Seitenaltären wie der stolze Kardinal Petrus Damian mit dem frech den Kardinalshut entwendendem Putto oder der anmutigen Inntaler Bauernheiligen Notburga sind zu Ikonen des bayerischen Rokoko geworden. Das meisterliche Figurengewimmel des Kuppelfreskos von Matthäus Günther wird durch die zurückhaltende Stuckierung Jakob Rauchs noch gesteigert.

PFARRKIRCHE ST. LAURENTIUS PFAFFENHOFEN

Kirchgasse 3 | 83135 Pfaffenhofen am Inn

 

Der Hausstätter Hans Mayr baute 1708 das Langhaus von St. Laurentius an den spätgotischen Chor und Turm an. Die im Jahr 1731 dazugekommene Sakristei stammt von Dientzenhofer. Den geschlossenen Eindruck der Sankt Laurentiuskirche schmälert nur geringfügig die neubarocke Stuck- und Freskendekoration. Der ebenso lichterfüllte wie fast quadratische Saalbau wird von drei Altären dominiert. Das Hochaltarblatt von Johann Degler mit dem Martyrium des Heiligen Laurentius ist in ein nahezu dramatisches Hell- Dunkel getaucht. Die überlebensgroßen flankierenden Figuren des Heiligen Nikolaus und Papst Sixtus verleihen dem Ganzen eine mächtige Schwere. Dazu steht der Rokoko- Tabernakel von 1765 im Kontrast. Der nördliche Seitenaltar mit Anna Selbdritt ist mit den Figuren der Heiligen Barbara und Ursula ausgestattet. Am südlichen Gegenüber wird das Altarblatt mit der Heiligen Dorothea von den Heiligen Margaretha und Katharina gerahmt. Auch der 1790 von Johann Achleitner erbaute Pfarrhof im Süden der Kirche verdient mit seinem geschweiftem Giebelaufsatz und geschnitzer Haustür Beachtung.

KLOSTERKIRCHE ROTT AM INN

Kaiserhof | 83543 Rott am Inn

 

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